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Tracheostomapflege

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Die Durchführung entspricht dem Vorgehen bei einem aseptischen Verbandwechsel. Im Einzelfall kann von diesem Vorgehen abgewichen werden. Die ausführende Pflegefachkraft trägt die Verantwortung für ihr Tun.

  • Benötigte Materialien griffbereit auf einer sauberen Arbeitsfläche herrichten.
  • Kunden über das geplante Vorgehen informieren.
  • Den Kopf des Kunden leicht überstrecken.
  • Unsterile Handschuhe anziehen.
  • Kanülenhaltebändchen lösen und alte Trachealkompresse entfernen
  • Manipulationen an der Kanüle führen häufig zu einem Hustenreiz
  • Unsterile Handschuhe ausziehen und hygienische Händedesinfektion durchführen.
  • Gegebenenfalls um das Tracheostoma herum absaugen.
  • Hals waschen und abtrocknen, da viele Betroffene unter dem Kanülenhaltebändchen schwitzen und zu Mazeration und Hautreizungen neigen.
  • Sterilen Handschuh anziehen oder alternativ mit Pinzette oder sterilen Watteträgern arbeiten.

Tracheostoma reinigen und ggf. desinfizieren.
Beachten Sie, dass keine Flüssigkeit in das Tracheostoma gelangen darf – Aspirationsgefahr!

  • Eventuell Hautschutzprodukt, antiseptisch wirkende Salbe oder Wund- und Heilsalbe in der Stomaumgebung auftragen.
  • Bei extrem geschädigter Haut bietet sich auch eine Hydrokolloidplatte an, in deren Mitte ein Loch für die Kanüle geschnitten wird.
  • Neue Trachealkompresse anlegen.
  • Sterilen Handschuh ausziehen.
  • Kanüle mit Kanülenhaltebändchen fixieren.
  • Die Kanüle soll weder zu locker noch zu fest sein. Als Richtwert gilt: zwei Finger sollen leicht unter das Bändchen passen.

Cave: Die Trachealkanüle wird nur duch das Halteband und nicht durch den Cuff gehalten!

  • Bei Bedarf unter dem Kanülenhaltebändchen zusätzlich polstern, z.B. mit Mullkompressen.
  • Bei Kanülen mit Cuff, Cuffdruck kontrollieren.
  • Kanülenaufsatz (feuchte Nase) aufstecken !!!

Cave: Die Erfahrung zeigt, dass es sinnvoll ist, den Cuff bei beatmeten Kunden nur soweit zu blocken, dass hörbar keine Luft entweichen kann. Dieses Vorgehen schont die Trachea.
Bei nicht beatmeten Kunden sollte der Cuffdruck generell im unteren grünen Bereich (ca. 20 bis 25 mmHg) liegen.

Alle Auffälligkeiten sind zeitnah in den Pflegebericht SF.3.0/SF.3.1 zu dokumentieren.