Beatmung

In den letzten zwei Jahrzehnten haben Fortschritte in der Intensivmedizin und Beatmungstechnik die Prognose von Patienten mit akuter Insuffizienz der Atmung erheblich verbessert. Ein Teil der erfolgreich Behandelten bleiben jedoch abhängig von maschineller Beatmung, die dank des medizinischen und pflegerischen Fortschritts in der häuslichen Umgebung oder in Betreuungseinrichtungen möglich ist.

Die Einleitung und Überwachung der künstlichen Beatmung erfordert eine vertiefte Kenntnis der Zusammenhänge von Atmungsregulation, Atemmechanik, Gasaustausch, Atempumpe und der gegenseitigen Beeinflussung der respiratorischen Funktion mit anderen Organfunktionen.

Eine Fehlfunktion der Atmung kann innerhalb von Minuten zum Tod oder in leichteren Fällen zu Sauerstoffmangelzuständen mit lebenslangen Folgen für die Gehirnfunktion führen und damit die Lebensqualität erheblich beeinträchtigen. Ein Leben mit Luftnot ist unerträglich. Daher ist der selbständige Umgang mit der maschinellen Atemhilfe eine sehr verantwortungsvolle Tätigkeit, die neben technischen Kenntnissen eine wissenschaftliche medizinische Ausbildung und eine jahrelange Erfahrung in einer ausgewiesenen Institution zur Voraussetzung hat. Darüber hinaus hat der Umgang mit chronisch Kranken mit Organinsuffizienz eine ethische Dimension. So ist die Fortführung medizinisch-technischer Maßnahmen, insbesondere der maschinellen Beatmung, am Lebensende ebenso problematisch wie ihre Aufrechterhaltung bei Patienten, die bereits wieder ein höheres Maß an Autonomie erreicht haben. Die kontinuierliche Zunahme der Patientenzahlen und die Ausdifferenzierung der Betreuungsstrukturen, aber auch die kontinuierlichen technischen.

Weiterentwicklungen und Spezialisierungen erfordern eine Bewertung dessen, was möglich und sinnvoll ist und vor allem eine Sicherung der Qualität in der Betreuung der uns anvertrauten Patienten.

Quelle: Auszug der Stellungnahme der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin e.V. (DGP) und der Arbeitsgemeinschaft für Heimbeatmung und Respiratorentwöhnung e.V.

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